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Was ist Berufung
Seid stets bereit,
jedem Rede und Antwort zu stehen,
der nach der Hoffnung fragt,
die euch erfüllt
Im Ersten Petrusbrief ruft der Apostel dazu auf, von der Berufung, die die Christen erfüllt, Zeugnis abzulegen (1 Petr 3, 15): „Seid stets bereit, jedem Rede und Antwort zu stehen, der nach der Hoffnung fragt, die euch erfüllt.“ Jeder Mensch hat von Gott eine einzigartige Berufung. Er hat uns zu Kindern Gottes berufen, er hat einen Plan der Liebe mit uns vor und will uns in eine besondere Aufgabe hineinstellen. Das Lebensziel des Menschen besteht darin, diese Berufung zu erkennen und ihr zu folgen, um so vor der Welt Zeugnis von ihr abzulegen. Darum sagt Jesus (Joh 15, 16): „Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und dazu bestimmt, dass ihr euch aufmacht und Frucht bringt und dass eure Frucht bleibt.“Ein Mensch begegnet seiner Berufung, wenn er seiner Sehnsucht nachgeht, dass es noch mehr im Leben geben muss, wenn er die Frage in sich wach hält: „Herr, was soll ich tun?" (Apg 22,10)
Eine besondere Form, seine Berufung als Ganzhingabe an Gott zu leben, finden wir in den Berufungen zu Priester, Diakon, Ordenschrist. Die kirchlichen Dienste wie Gemeindereferent(-in), Pastoralreferent(-in), Religionslehrer(-in), Krankenschwester, Erzieher (-in), usw. sind Berufe in der Kirche, die im Zusammenspiel mit den geistlichen Berufungen die kirchliche Arbeit tragen. Manchmal tritt Gottes Ruf mit Macht in unser Leben, meistens vernimmt man aber diesen Ruf nur ganz leise, mitten im Alltag. Gott ruft uns behutsam und wir brauchen ein hörendes Herz, um seinen sanften Ruf im Herzen zu hören.
Jede Berufungsgeschichte ist ein Gespräch, das sich zwischen Gott, der ruft, und dem Berufenen, der antwortet, langsam und immer deutlicher entfaltet. An der wachsenden Freude dürfen wir erkennen und immer sicherer werden, dass Gott uns in seinen Dienst rufen will. So nimmt die Berufung immer konkretere Formen an und die Lebensform, in der ich von Gott her leben darf, wird immer klarer.